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Reiten mit Periode: Warum dein Zyklus dein Reiten beeinflusst

  • Autorenbild: Agnes
    Agnes
  • 5. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Juni

Reiten mit Periode. Zyklusorientiertes Reiten

Kennst du das Gefühl, dass sich dein Reiten im Laufe des Monats verändert?

An manchen Tagen fühlst du dich voller Energie, sitzt locker im Sattel und traust dir Dinge zu, die sich eine Woche später plötzlich viel herausfordernder anfühlen. Vielleicht bist du während deiner Periode schneller erschöpft, fühlst dich emotionaler oder hast das Gefühl, dass dein Körper einfach nicht so mitmacht wie sonst.

Die Wahrheit ist: Unser Körper arbeitet nicht jeden Tag gleich und das beeinflusst natürlich auch unser Reiten.

In diesem Artikel erfährst du, wie dein Menstruationszyklus dein Körpergefühl, deine Energie und dein Reiten beeinflussen kann und warum auch du mit zyklusorientiertem Reiten anfangen solltest. Denn das schafft für viele Frauen ein völlig neues Verständnis für sich selbst.


Kann der Zyklus das Reiten wirklich beeinflussen?


Die kurze Antwort lautet: Ja.

Trotzdem wird darüber im Reitsport erstaunlich wenig gesprochen. Während wir bei unseren Pferden ganz selbstverständlich auf Tagesform, Regeneration und Bedürfnisse achten, erwarten viele Frauen von sich selbst, jeden Tag die gleiche Leistung abrufen zu können. Dabei verändert sich unser Körper während des Zyklus permanent. Hormone beeinflussen nicht nur unsere Fruchtbarkeit, sondern auch unsere Energie, Konzentration, Muskelspannung, Regeneration und sogar unser Nervensystem.

Vielleicht kennst du das selbst. An manchen Tagen fällt dir das Aussitzen oder bestimmte Lektionen leicht, du fühlst dich mutig und präsent. An anderen Tagen bist du schneller gereizt, verspannter oder fühlst dich im Sattel einfach nicht ganz wie du selbst. Das bedeutet nicht, dass du schlechter reitest. Es bedeutet lediglich, dass dein Körper gerade andere Bedürfnisse hat.


Was bedeutet zyklusorientiertes Reiten?


Zyklusorientiertes Reiten bedeutet nicht, dass du nur noch an bestimmten Tagen reiten darfst oder dein gesamtes Training nach einer App planen musst.

Vielmehr geht es darum, deinen Körper besser kennenzulernen und die natürlichen Veränderungen im Laufe des Monats bewusst wahrzunehmen.

Wir Reiterinnen sind oft unglaublich aufmerksam, wenn es um unsere Pferde geht. Wir bemerken kleinste Veränderungen im Verhalten, in der Bewegung oder im Energielevel. Bei uns selbst fällt uns das jedoch häufig schwerer.

Doch je besser wir verstehen, wie unser Körper funktioniert, desto leichter fällt es uns, liebevoller und gleichzeitig effektiver mit uns selbst umzugehen.


Warum viele Reiterinnen ihren Körper ständig übergehen


Ich glaube, viele Frauen kennen dieses Gefühl. Der Körper signalisiert eigentlich, dass er Ruhe braucht. Vielleicht fühlst du dich müde, erschöpft oder hast Schmerzen. Doch gleichzeitig entsteht oft der Gedanke: „Ich muss noch schnell in den Stall“, "Ich muss noch dieses und jenes abarbeiten!".

Leider haben wir gelernt, Leistung als etwas Konstantes zu betrachten. Doch unser weiblicher Körper funktioniert nicht linear. Er arbeitet zyklisch und genau deshalb ist es völlig normal, dass sich auch unser Reiten im Laufe des Monats verändert. Anstatt gegen diese Veränderungen anzukämpfen, kann es unglaublich befreiend sein, sie als Teil unseres natürlichen Rhythmus zu akzeptieren.


Reiten während der Periode: Darf ich überhaupt reiten?


Diese Frage stellen sich viele Frauen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, während der Periode zu reiten. Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

Wie fühlst du dich? Manche Frauen fühlen sich während ihrer Menstruation erstaunlich kraftvoll und energiegeladen. Andere kämpfen mit Krämpfen, Rückenschmerzen, Müdigkeit oder einem erhöhten Ruhebedürfnis.

Beides ist vollkommen normal. Vielleicht ist an diesen Tagen ein entspannter Ausritt genau das Richtige, vielleicht tut dir Bodenarbeit gut.

Vielleicht braucht dein Körper aber auch einfach einen Spaziergang und eine sanfte Yoga-Einheit. Es geht nicht darum, Reiterinnen in dieser Zeit des Monats irgendwelche Regeln auferlegen. Die Kunst liegt stattdessen darin, auf die Signale deines Körpers zu hören, statt sie zu übergehen.


Warum zyklusorientiertes Reiten nichts mit Schwäche zu tun hat


Lange Zeit galt im Sport die Vorstellung, dass Leistung jeden Tag gleich aussehen sollte. Heute wissen wir, dass der weibliche Körper anders funktioniert.

Zyklusorientiertes Reiten bedeutet nicht, weniger zu leisten, sondern den eigenen Körper besser zu verstehen. Denn genau wie wir die Bedürfnisse unseres Pferdes berücksichtigen, dürfen wir auch lernen, auf unsere eigenen Bedürfnisse zu hören. Manchmal braucht der Körper Herausforderung und

manchmal braucht er Regeneration.

Beides gehört zu nachhaltiger Leistungsfähigkeit dazu.


Warum Yoga eine wunderbare Ergänzung zum zyklusorientierten Reiten ist


Yoga hilft uns dabei, wieder mit unserem Körper in Kontakt zu kommen.

Anstatt ständig zu bewerten, wie leistungsfähig wir gerade sind, lernen wir wahrzunehmen, was unser Körper heute braucht. An manchen Tagen kann das eine kräftigende Einheit sein. An anderen Tagen vielleicht eine ruhige Yin-Yoga-Praxis, Atemübungen oder sanfte Bewegungen für Hüfte und Rücken.

Besonders während der Menstruation empfinden viele Frauen Yoga als wohltuend, weil es dabei helfen kann, Spannungen zu lösen, die Atmung zu vertiefen und das Nervensystem zu beruhigen.


Was Pferde uns über unseren Zyklus lehren können


Eine Sache fasziniert mich immer wieder: Pferde leben viel näher an ihren natürlichen Rhythmen als wir Menschen. Sie ruhen, wenn sie Ruhe brauchen.

Sie bewegen sich, wenn Bewegung nötig ist. Sie kämpfen nicht ständig gegen ihre Bedürfnisse an. Vielleicht dürfen wir Frauen uns daran manchmal ein Beispiel nehmen und uns auch gegenseitig daran erinnern.

Vielleicht müssen wir nicht jeden Tag gleich leistungsfähig sein.

Vielleicht dürfen wir akzeptieren, dass Stärke auch bedeutet, auf die eigene Intuition zu hören.


Was Pferde uns über unseren Zyklus lehren können

Mit deinem Körper statt gegen ihn arbeiten


Zyklusorientiertes Reiten bedeutet nicht, perfekt auf jede Phase reagieren zu müssen. Es bedeutet auch nicht, dass dein Zyklus jede Trainingseinheit bestimmt.

Es bedeutet vor allem, den eigenen Körper besser zu verstehen. Zu erkennen, dass Schwankungen normal sind. Und sich selbst mit derselben Fürsorge zu begegnen, die wir unseren Pferden oft ganz selbstverständlich schenken.


Du möchtest deinen Körper beim Reiten besser verstehen?


Viele Herausforderungen im Sattel haben nicht nur mit Technik zu tun, sondern auch mit unserem Körper, unserem Nervensystem und den Mustern, die wir oft unbewusst mitbringen.

In meinem 1:1 Coaching begleite ich Reiterinnen dabei, mehr Körperbewusstsein, Vertrauen und Leichtigkeit im Sattel zu entwickeln – durch Yoga, Nervensystemarbeit und individuelle Unterstützung.

Wenn du dir eine persönliche Begleitung wünschst, freue ich mich darauf, dich kennenzulernen. Buche dir dafür einfach einen kostenlosen Kennenlern-Call.


Häufige Fragen zum Thema Reiten mit Periode und Zyklus


Kann ich während meiner Periode reiten?

Ja, grundsätzlich spricht nichts dagegen. Wichtig ist jedoch, auf dein eigenes Körpergefühl zu hören. Während einige Frauen sich während ihrer Periode fit und leistungsfähig fühlen, benötigen andere mehr Ruhe und Regeneration.


Warum fühle ich mich während meiner Periode im Sattel anders?

Hormonschwankungen können Einfluss auf Energie, Konzentration, Muskelspannung und das Nervensystem haben. Deshalb kann sich auch das Reitgefühl im Laufe des Zyklus verändern.


Was bedeutet zyklusorientiertes Reiten?

Zyklusorientiertes Reiten bedeutet, das Training an die Bedürfnisse des weiblichen Zyklus anzupassen und die unterschiedlichen Energiephasen des Körpers zu berücksichtigen.


Kann Yoga bei Menstruationsbeschwerden helfen?

Viele Frauen empfinden sanfte Yoga-Übungen, Atemtechniken und Entspannungseinheiten während der Periode als wohltuend. Yoga kann dabei helfen, Verspannungen zu lösen und das Körperbewusstsein zu stärken.

 
 
 

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