Reiterfitness: Warum ein besserer Reitersitz nicht nur im Sattel entsteht
- Agnes

- 25. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Reiten allein macht nicht automatisch fit
Viele Reiterinnen verbringen mehrere Stunden pro Woche im Sattel. Dennoch kämpfen viele mit Verspannungen, Rückenschmerzen, fehlender Balance oder dem Gefühl, dass der eigene Körper im Sattel einfach nicht so mitmacht, wie sie es sich wünschen. Das kann frustrierend sein, denn schließlich bewegen wir uns doch regelmäßig, oder? Und trotzdem fehlt manchmal die Stabilität beim Aussitzen, die Beweglichkeit in der Hüfte oder die Ausdauer für eine längere Trainingseinheit.
Genau deshalb gewinnt das Thema Reiterfitness immer mehr an Bedeutung.
Denn ein guter Reitersitz entsteht nicht nur auf dem Pferd. Er entsteht auch außerhalb des Stalls und Sattels.
In diesem Artikel erfährst du, warum Reiterfitness so wichtig ist, welche Bereiche besonders entscheidend sind und wie du deinen Körper gezielt unterstützen kannst.
Was bedeutet Reiterfitness überhaupt?
Reiterfitness bedeutet nicht, dass du täglich stundenlang im Fitnessstudio trainieren musst. Viel wichtiger ist, dass dein Körper die Bewegungen des Pferdes aufnehmen, ausgleichen und begleiten kann.
Dafür braucht es eine Kombination aus Beweglichkeit, Stabilität, Balance, Koordination, Körperbewusstsein und auch Ausdauer.
Je besser diese Fähigkeiten zusammenspielen, desto leichter fällt dir das Reiten.
Viele Sitzprobleme, die wir auf dem Pferd wahrnehmen, haben ihren Ursprung deshalb oft nicht im Reiten selbst, sondern in körperlichen Einschränkungen außerhalb des Sattels.
Warum unser Alltag den Reitersitz beeinflusst
Wir verbringen heute deutlich mehr Zeit im Sitzen als früher. Dadurch passt sich unser Körper an diese Haltung an. Die Folge: Die Hüften werden unbeweglicher, die Brustwirbelsäule verliert an Mobilität, oder die Gesäßmuskulatur wird schwächer. Und genau das nehmen wir später mit in den Sattel.
Deshalb reicht es oft nicht aus, nur mehr Reitstunden zu nehmen. Denn eigentlich müssen wir fitter fürs Pferd werden. Wenn wir langfristig besser sitzen möchten, dürfen wir also auch unseren Alltag betrachten.
Reiterfitness beginnt nicht im Stall
Ein besserer Reitersitz entsteht selten allein durch mehr Reiten.
Er entsteht durch einen Körper, der beweglich, stabil und ausbalanciert ist.
Je besser dein Körper außerhalb des Sattels funktioniert, desto leichter fällt ihm auch die Bewegung im Sattel.
Deshalb ist Reiterfitness nicht einfach ein zusätzlicher Trainingspunkt auf der To-do-Liste. Es ist die Grundlage für mehr Leichtigkeit, Balance und Freude beim Reiten.

Die wichtigsten Bereiche der Reiterfitness
Eine stabile Körpermitte
Die sogenannte Core-Stabilität ist die Grundlage für einen ausbalancierten Sitz.
Dabei geht es nicht darum, einen Sixpack zu bekommen. Vielmehr sorgt eine stabile Körpermitte dafür, dass dein Körper die Bewegungen des Pferdes ausgleichen kann, ohne ständig aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Fehlt diese Stabilität, wird häufig mit den Knien geklemmt oder im unteren Rücken kompensiert.
Bewegliche Hüften
Eine lockere Hüfte ist für viele Reiterinnen ein Schlüsselthema. Kann deine Hüfte die Bewegung des Pferdes nicht aufnehmen, entstehen häufig Verspannungen oder Schwierigkeiten beim Aussitzen.
Besonders langes Sitzen im Alltag kann dazu führen, dass die Hüftbeuger verkürzen und die Beweglichkeit eingeschränkt wird.
Balance und Koordination
Reiten ist weit mehr als Kraft, sondern vor allem Koordination. Unser Körper muss ständig kleine Bewegungen ausgleichen und sich an die Bewegungen des Pferdes anpassen. Und je besser unsere Balance entwickelt ist, desto feiner können wir einwirken und desto harmonischer wird die Kommunikation mit dem Pferd.
Ausdauer für lange Trainingseinheiten
Auch die Kondition spielt eine Rolle. Nicht unbedingt, um sportliche Höchstleistungen zu erreichen oder 10km am Stück joggen zu können. Sondern damit Konzentration, Sitzqualität und Körperspannung auch gegen Ende einer Reiteinheit erhalten bleiben.
Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung
Reiterfitness muss nicht bedeuten, täglich eine Stunde zu trainieren. Oft machen bereits kleine Veränderungen einen Unterschied. Ein paar Minuten Mobilisation vor dem Reiten, ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause, Yoga am Morgen oder kurze gezielte Workouts speziell für Reiter. Wo kannt du öfter die Treppe anstatt den Aufzug nehmen? Wann kannst du dir kleine Bewegungspausen nehmen? Beantworte diese Fragen ehrlich und plane dann kleine Gewohnheiten in deinen Alltag ein. Denn gerade diese summieren sich über Wochen und Monate und wirken sich damit positiv auf deine Reiterfitness und deine Gesundheit aus.
Reiterfitness direkt mitmachen
Du möchtest jetzt direkt starten? Dann schau gerne auf meinem YouTube-Kanal vorbei. Dort findest du Yoga und Fitness Videos speziell für Reiterinnen und Reiter. Diese helfen dir, mehr Beweglichkeit, Kraft und Koordination aufzubauen, um endlich fit für dein Pferd zu werden.




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