Reitersitz verbessern: 5 einfache Routinen für mehr Beweglichkeit & Balance

Aktualisiert: 19. Aug.
Kleine Gewohnheiten können dein Reiten verändern
Wenn wir unseren Reitersitz verbessern möchten, denken wir oft zuerst an mehr Reitstunden oder intensiveres Training. Dabei entstehen viele Veränderungen nicht nur auf dem Pferd, sondern in unserem Alltag.
Ein paar Minuten Bewegung am Morgen, bewusstes Atmen oder eine kurze Yoga-Einheit können deinem Körper mehr helfen als eine weitere Stunde im Sattel, wenn du den restlichen Tag fast nur sitzt.
Das Schöne daran: Du musst dein Leben nicht komplett umkrempeln. Schon wenige kleine Routinen können deinen Körper beweglicher machen, Verspannungen lösen und dir helfen, mit mehr Leichtigkeit zu reiten.
In diesem Artikel stelle ich dir fünf einfache Routinen vor, die jede Reiterin und jeder Reiter in den eigenen Alltag integrieren kann.
Etabliere kleine Gewohnheiten statt großer Vorsätze
Wenn wir etwas verändern möchten, setzen wir uns oft große Ziele. Wir wollen dreimal pro Woche Sport machen, täglich Yoga praktizieren oder jeden Tag eine Stunde trainieren. Doch genau daran scheitern wir häufig.
Viel nachhaltiger sind kleine Gewohnheiten, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Schon fünf Minuten Bewegung, ein kurzer Spaziergang oder ein paar bewusste Atemzüge können langfristig einen großen Unterschied machen.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, dranzubleiben. Denn genau diese kleinen Routinen summieren sich über Wochen und Monate und verändern deinen Körper nachhaltiger als sporadische Motivation.
1. Entwickle eine feste Routine vor dem Reiten
Viele Menschen starten mit einer Morgenroutine bewusst in den Tag. Warum also nicht auch mit einer kleinen Routine in jede Reiteinheit?
Die ersten Minuten vor dem Aufsteigen entscheiden oft darüber, wie sich dein Körper später im Sattel anfühlt. Statt direkt aus dem Auto aufs Pferd zu steigen, schenke dir fünf bis zehn Minuten, um anzukommen.
Mobilisiere deine Hüften und deine Wirbelsäule, aktiviere deine Körpermitte und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Vielleicht fragst du dich auch kurz: Wie fühle ich mich heute eigentlich?
Diese kleine Pause hilft dir nicht nur körperlich, sondern auch mental. Du lässt den Alltag hinter dir und richtest deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf dich und dein Pferd. Oft fühlt sich dadurch schon die erste Runde im Schritt deutlich entspannter an.
2.Mache Reiterfitness zu einem Teil deines Alltags
Reiterfitness beginnt nicht erst im Sattel. Unser Körper wird jeden Tag durch unseren Alltag geprägt. Wenn wir viele Stunden sitzen, wenig Bewegung haben oder ständig unter Stress stehen, nehmen wir genau das mit in den Sattel.
Deshalb lohnt es sich, regelmäßig etwas für deinen Körper zu tun – auch an Tagen, an denen du gar nicht reitest.
Du musst dafür nicht ins Fitnessstudio. Schon kurze Einheiten mit Mobilisationsübungen, Balance-Training oder Übungen für deine Körpermitte helfen dabei, deinen Körper fit für die Anforderungen im Sattel zu machen.
Denke daran: Dein Pferd trägt dich. Je besser dein Körper vorbereitet ist, desto leichter kann es sich auch unter dir bewegen.
3. Wärme deinen Körper vor dem Reiten auf
Viele steigen direkt vom Auto aufs Pferd.
Dabei erwarten wir von unserem Körper sofort Beweglichkeit, Balance und Stabilität.
Nimm dir stattdessen fünf bis zehn Minuten Zeit, bevor du aufsteigst. Mobilisiere deine Hüften, aktiviere deine Körpermitte und bewege deine Wirbelsäule bewusst. Dadurch fällt deinem Körper der Übergang vom Sitzen zur Bewegung deutlich leichter.
4. Plane bewusste Erholung ein
Wir Reiter kümmern uns oft liebevoll um die Regeneration unserer Pferde.
Doch wie sieht es mit unserer eigenen aus? Unser Körper wird nicht während des Trainings stärker, sondern in den Erholungsphasen.
Ausreichend Schlaf, bewusste Pausen, Spaziergänge in der Natur oder eine entspannende Yin-Yoga-Einheit helfen deinem Körper dabei, sich zu regenerieren und langfristig leistungsfähig zu bleiben.
Damit gibst du deinem Körper Zeit, sich zu regenerieren, Bewegungsmuster zu verarbeiten und neue Beweglichkeit aufzubauen.
Regeneration ist kein Luxus – sie ist ein wichtiger Teil deiner Reiterfitness.
5. Höre auf deinen Körper und deine innere Stimme
Vielleicht ist das eine der wichtigsten Routinen überhaupt. Gerade als Reiter sind wir oft darin geübt, weiterzumachen – auch dann, wenn wir müde sind, uns verspannt fühlen oder eigentlich eine Pause brauchen.
Dabei gibt uns unser Körper ständig Hinweise darauf, was er gerade braucht. Vielleicht merkst du, dass deine Hüften heute besonders fest sind, deine Energie niedriger ist oder du dich im Sattel schneller anspannst als sonst.
Je besser du lernst, solche Signale früh wahrzunehmen, desto leichter kannst du darauf reagieren, bevor aus Anspannung Frust oder Schmerzen werden.
Das kann bedeuten, das Training heute etwas ruhiger zu gestalten, vor dem Reiten mehr Zeit für Mobility einzuplanen oder deinem Körper ganz bewusst Regeneration zu geben.
Für mich bedeutet gesunde Reiterfitness deshalb nicht, jeden Tag möglichst viel zu leisten. Es bedeutet, den eigenen Körper so gut kennenzulernen, dass du weißt, wann Herausforderung sinnvoll ist – und wann weniger gerade mehr ist.
Genau diese Fähigkeit hilft dir langfristig dabei, mit deinem Körper statt gegen ihn zu arbeiten und dein Reiten nachhaltiger, bewusster und leichter zu gestalten.
Warum Routinen nachhaltiger sind als Motivation
Motivation ist ein wunderbarer Start. Doch sie ist nicht jeden Tag gleich da.
Routinen dagegen tragen dich auch an den Tagen, an denen du müde bist oder wenig Zeit hast. Du musst nicht jeden Tag perfekt trainieren.
Es reicht, wenn du deinem Körper regelmäßig etwas Gutes tust.
Genau diese kleinen Schritte summieren sich über Wochen und Monate und machen langfristig den Unterschied.
Meine Reitersitz-Routine für deinen Alltag
Wenn du nicht weißt, womit du beginnen sollst, starte ganz einfach.
Mit meiner kostenlosen Reitersitz-Routine zeige ich dir vier Übungen, die speziell für Reiterinnen entwickelt wurden und dabei helfen, Beweglichkeit, Balance und Körperbewusstsein zu verbessern.
Sie dauert nur wenige Minuten und lässt sich wunderbar vor dem Reiten oder nach einem langen Arbeitstag in deinen Alltag integrieren.






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